Für komplexe Probleme gibt es nur komplexe Lösungen? Nein!
In schwierigen Situationen braucht es schlichtweg eine ordentliche Portion Flexibilität.
Volatilität, Unsicherheit, Komplexität?
So treffen Sie gute Entscheidungen in schwierigen Zeiten
In der Regel treffen wir wichtige Entscheidungen auf Basis unseres Erfahrungsschatzes - frei nach dem Motto: Was in der Vergangenheit gut funktioniert hat, funktioniert auch heute.
Allerdings prasseln auf Führungskräfte heute unendlich viele Informationen ein, Daten, die in Echtzeit fließen, die Situationen rasch verändern können, neue Möglichkeiten eröffnen und es erfordern, flexibel und vorausschauend zu agieren.
In der Regel treffen wir wichtige Entscheidungen auf Basis unseres Erfahrungsschatzes - frei nach dem Motto: Was in der Vergangenheit gut funktioniert hat, funktioniert auch heute. Allerdings prasseln auf Führungskräfte heute unendlich viele Informationen ein, Daten, die in Echtzeit fließen, die Situationen rasch verändern können, neue Möglichkeiten eröffnen und es erfordern, flexibel und vorausschauend zu agieren. Was lange selbstverständlich war - ein antrainierter Habitus, ein Regelwerk - gilt heute nicht mehr. Doch was müssen wir tun, um mit einem hohen Maß an Volatilität, Komplexität und Ungewissheit besser umgehen zu können?
Sicherlich gibt es viele Probleme, für die es keine einfachen Lösungen gibt. Allerdings scheitern wir oftmals deshalb, weil wir nicht die richtigen Fragen stellen. Wir ertappen uns dabei, Fragen zu stellen, deren Antwort wir bereits kennen, und versuchen Probleme damit zu lösen, indem wir die Symptome zu beheben versuchen. Das mag bei einfachen Konflikten hilfreich sein. Wird es jedoch komplizierter, führt uns diese Taktik ins Nirgendwo. Jetzt geht es darum, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und im Zuge dessen auch unterschiedliche Fragen zu stellen. Schließlich gibt es nicht immer nur zwei Positionen - Befürworter und Gegner. In Wahrheit geht es doch allen darum, Probleme nachhaltig zu lösen, statt auf Biegen und Brechen an ihrer Position festzuhalten.
Mit den Augen der Anderen sehen
Je komplexer uns die Dinge erscheinen, desto komplizierter muss es sein, eine Lösung zu finden?
Falsch!
Sie können komplexe Sachverhalte auch angehen, ohne sie zu verkomplizieren. Schließlich ist eine Lösung, die aus unendlichen vielen Regeln und Prozessen besteht, oftmals schlimmer als das Problem selbst. Während einige Probleme eine Frage der Wahrscheinlichkeit sind, die mit unserem bisherigen Erfahrungsschatz zu lösen wären, sind andere Probleme Bestandteile eines komplexen Systems, welches von diversen Variablen beeinflusst wird und sich daher nicht durch einfache Ursache-Wirkung-Analysen lösen lassen. Achten Sie dann besser auf sich subtil abzeichnende Muster. Auf diese Weise könnten Sie früh eingreifen, bevor sich die Lage verschärft. Nehmen Sie auf Ihrer Suche nach einer adäquaten Lösung verschiedene Perspektiven ein, um sich das Sammeln diverser Ideen zu erleichtern und ein Experimentieren zu ermöglichen.
Nein, Sie wissen nicht alles!
Tauchen Probleme in komplexen Systemen auf, gibt es meist keine Patentlösung, um die Missstände zu beheben. Denn hier spielen kollektive Gewohnheiten, Regeln, Kulturen und Verhaltensweisen hinein, die die Situation befeuern und eine gewisse Dynamik erzeugen. Um solche Probleme anzugehen, braucht es eine aufgeschlossene Unternehmenskultur, einen regen Austausch, Experimentierfreude und Feedbacks über hierarchische Grenzen hinweg. Die Möglichkeit, dazuzulernen, muss stets gegeben sein. Wer Feedback gibt oder erhält, sollte sich von der Vorstellung, die Lösung bereits zu kennen und über mehr Wissen zu verfügen als die Gruppe, verabschieden. Halten Sie sich dabei stets vor Augen, dass Ihr Gegenüber, das womöglich anderer Meinung ist als Sie oder Kritik an Ihnen übt, keines der Probleme darstellt, die es zu lösen gilt! Vielmehr sollten Sie den Austausch innerhalb des Teams als Gelegenheit sehen, selbst dazuzulernen. Bedenken Sie, dass all das, was Sie bereits wissen, nur einem Teil der Wahrheit entspricht. Befragen Sie Ihre Gesprächspartner immer erst nach Fakten und Beweisen, bevor Sie sich ein Urteil bilden. Allerdings sollten Sie diese auch nach Ihren Gefühlen zu einem bestimmten Themenkomplex, sowie den Folgen dieser Emotionen befragen, denn auch sie spielen bei der Lösungsfindung eine wichtige Rolle. Bemühen Sie sich, gut zuzuhören und vor allem genau hinzuhören. Aber seien Sie sich stets darüber im Klaren, dass gutes Zuhören nicht darin besteht, die Worte Ihres Gegenübers für sich zu deuten. Vielmehr geht es darum, herauszufinden, was die Worte für ihr Gegenüber bedeuten!
Setzen Sie klare Ziele
Um angesichts der vielen Perspektiven und Ideen nicht vom anvisierten Weg abzukommen, sollten Sie stets darauf achten, eine klare Richtung vorzugeben. Denn Ihre Mitarbeiter benötigen ebenso klare Ziele und Prioritäten wie die Möglichkeit, sich innerhalb des von Ihnen vorgegeben Pfades auszuprobieren, zu experimentieren und zu lernen. Achten Sie darauf, das Unternehmen in eine Richtung zu lenken, die sich mit dessen Visionen und Werten in Einklang bringen lässt. Seien Sie dabei stets offen für neue Standpunkte und Ideen und beobachten Sie, wohin die gemeinsame Reise führt. Um alle Mitarbeiter ins Boot zu holen und deren Vertrauen zu gewinnen, können Sie ruhig zugeben, nicht allwissend zu sein. Betonen Sie, dass auch Sie dazulernen möchten und dass Experimentieren innerhalb gewisser Grenzen ausdrücklich erlaubt ist. Sie könnten Neuerungen beispielsweise an kleinen Benutzergruppen oder Teilbereichen austesten, sodass die Auswirkungen eindeutig messbar sind, der gesamte Geschäftsbetrieb allerdings nicht gefährdet wird.
Fazit
Machen Sie sich frei von der Vorstellung, Ihre Gefühle oder subjektiven Vorstellungen komplett aus Ihren Entscheidungen rauszuhalten. Es wird nicht funktionieren! Akzeptieren Sie besser, welche Rolle Ihre Gefühle bei der Lösungsfindung spielen und lernen Sie, diese für sich zu nutzen. Bedenken Sie, dass Sie auch mit rationalem Denken Fehlurteile fällen können. Dies beginnt oft im Kleinen: So erscheint uns das, was wir zuletzt gelesen haben, oftmals wichtiger als ältere Fakten. Und häufig suchen wir gerade nach den Informationen, die unsere längst gefestigte Meinung untermauern. Umso wichtiger ist es, stets unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Dies beginnt schon bei der Auswahl der Teams: Setzen Sie auf maximale Vielfältigkeit - denn nur so entstehen Synergien und wertvolle Denkansätze.
In diesem Sinne - bleiben Sie dabei, gesund und . . . Wegbereiter.
Ich würde Sie gern auch künftig auf dem Laufenden halten. Gerade in Bezug auf Sicherheit, Effektivität, können Sie eigentlich nie genug Informationen bekommen.
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Ja, ich möchte auch künftig informiert werden.
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